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DREISSIG JAHRE BIS ZU FINKE

AUF DER SUCHE NACH EINER BESSEREN ART VON HORN
Von David Pickles, London

Nr.1 1967 • 70 £ waren nur sehr schwer aus der Brieftasche meines Pa's zu bekommen, und ich wurde der stolze Besitzer meines ersten Doppel Horns. Es war ein La Fleur mit (wie ich später erkannte) schrecklich knorzigen Ventilen. Diese wurden periodisch mit Feile und Schmiergelpapier attackiert. Jedenfalls, es brachte mich sicher in die Junior RAM wo Tony Randall mir einiges über diese seltsamen Bb Röhren beibrachte; ich eroberte alle zweiten Horn Stimmen!

Nr.2 • Einfach B/A/F Hoyer, Gold Messing, mittelgrosse Mensur, abschraubbarer Schallbecher, 270 £. Mit einigen sehr unüblichen Finger-Kombinationen für die tiefen Noten auf der F-Seite und ein bisschen Tuning mit der rechten Hand war ich recht gut auch in tiefen Stimmen. Das Geld war auch deshalb gut angelegt weil es viele Trips auf meinem Motorrad überlebte wenn ich Proben und Konzerte machte, unter Anderem bei einigen der heute grossen Namen in London. Das Hauptproblem war das A Ventil: Etwas träge wie ich bin, die Halbton Transposition packte ich nie richtig, und als ich aufhörte so viel zu spielen gab es keine Möglichkeit mehr Zeit damit zu verbringen: Es war leichter den Daumen zu benutzen statt das Hirn.

Nr.3 1979 • Meine liebe alte Tante Kate starb und fast wie ein kleines Wunder, hinterliess mir 800 £. Das Hoyer wurde verkauft (was ich heute bedaure) und ich entschied mein erstes brandneues Horn von Paxman zu kaufen. Grosse Mensur Model 13 in Messing, B/A/C mit einer zweiten Daumentaste für hoch-C. Also ich kann sagen, einen ganzen Ton an Rohre auf einen Daumendruck abzuschneiden ist eine seltsame Erfahrung. Sicherlich brauchte es einige Gewöhnung, besonders da ich nur noch einmal die Woche spielte und immer weniger übte. Manchmal eine Plage diese Karriere, aber unvermeidlich, so ging das Horn dann rauf auf mehrere verschiedene Dachböden für 17 years. Im 2000 konnte ich dem Sinfonie-Orchester der University of Kent als 4. Horn beitreten, das Horn tauchte wieder auf, und ohne es auch nur zu ölen, begann ich damit wieder zu spielen. Ein wirklich gutes Konzert beinhaltete 4. Horn in Strauss Tod & Verklärung zu spielen, und ich entschied nach einem Doppel Ausschau zu halten.

Nr.4 2001 • Paxman Model 26, weite Mensur, fester Schallbecher, B/F mit A/E-Stopf-Ventil. Wow, das machte einen ziemlichen Unterschied und es waren keine einfallsreichen Finger-Kombinationen mehr nötig. Ich kaufte es mit dem Gedanken den Schallbecher später schraubbar machen zu lassen, aber das Horn war in so wunderbarer Kondition, das hätte ihm nur schaden können. Bye!

Nr.5 • Yep, wie sicher schon vermutet wurde! Wunsch-Spezifikation: B/F/A Doppel, weite Mensur, Gold Messing, abschraubbarer Schallbecher, und das alles sollte für einen gesunden Preis drin sein. Die Suche ging los – Epoche des Internets! Wussten Sie wie viele Hersteller es allein in Deutschland gibt? Hoyer, Kruspe, Dieter Otto, Thein, Kühn, Dürk, E. Schmid, and natürlich Alexander. Ich sah schon ein kleines Abenteur auf mich zukommen, als ich mich schliesslich für Finke und eine kleine Reise nach Nord-Deutschland entschied. Die Bestellung war gemacht, die Zahlung transferiert und das Warten begann.

Sehr früh morgens am 24. May 2005 verliess ich UK durch den Tunnel. Ich fuhr direkt durch Frankreich, Belgien, Holland und dann in Deutschland nach Herford um etwas zu essen, ein paar dunkle lange Bier und etwas Schlaf. Schrecklich früh wachte ich auf, packte, verschlang das Frühstück, zahlte und fuhr nach Vlotho-Exter. Oh dear, wie sehr ich wünschte ich hätte SatNav im Auto: Beim zweiten Mal verirrt, ohne detailierte Karte der Gegend, und komplett taub für die Deutsche Sprache.

Industriestrasse 17, 32602 Vlotho war nicht gerade der leichteste Ort der Welt zum Finden, aber als ich zum zweiten Mal am Feld mit reifendem Korn vorbei rollte entdeckte ich das Finke Symbol an der Front eines grossen langen Hauses. Ich läutete und wurde von einem sehr überrraschten, sehr grossen Mann begrüsst der sich als Johannes Finke vorstellte. Ich hatte nicht realisiert dass es erst 8:30 Uhr war und er hoffte ich würde nach 10 ankommen. Der Grund wurde bald klar: Er gab einen kleinen Zwischenfall. Während der finalen Politur schlipfte das Horn aus und eine der Röhren wurde verbogen. Johannes war bis spät in die Nacht und dann wieder sehr früh am Morgen mit Auseinandernehmen, neu Machen, neu Anschweissen, neu Polieren beschäftigt und noch immer fehlte das Lackieren und das Instrument schliesslich zusammenzustellen.

Nach einem langen Gespräch über die Geschichte von Finke, die Freundschaft von Bob Paxman und Vater Helmut Finke (den ich später traf) und anderen Horn Herstellern, überliess ich Johannes seiner Arbeit. Ich fand mich in einem grossen Ausstellungs-Raum voller Hörner die ich probieren konnte und es schien ich bräuchte den ganzen Tag dafür. Das Leben ist manchmal hart. Zuerst probierte ich ein wundervoll frei blasendes Natur F Horn in Böhmischem Stil. Ich kam immer wieder darauf zurück denn es war so wunderbar leicht zu spielen. Das Nächste war ein "Americus" Triple mit weiter Mensur und Johannes war gespannt darauf dass ich es probiere denn das war dieselbe Mensur die ich bestellt hatte. Allergisch wie ich bin auf hohe Stimmen, habe ich mich wirklich nie um hoch-F gekümmert, aber ich war so überrascht wie leicht die hohen Noten zu spielen waren. Eindrücklicher noch war dass ich nach ein paar Minuten tatsächlich einen akzeptablen Ton durch alle Noten spielen konnte, egal auf welchem Teil des Horns ich spielte. Das war sicherlich nicht so mit dem hoch-F eines anderen Deutschen Herstellers das ich sechs Monate zuvor probierte, es war so schlecht in den meisten Aspekten dass ich es gleich wieder weg legte. Triples, Doppel, Kompensation, Natur, was immer ich probierte, da war eine eindrückliche Konsistenz von Intonation und Spiel durch alle Finke. Ich bevorzugte die weite Mensur, aber die mittlere Mensur "Brendan" war sicherlich nicht zu restriktiv.

Schliesslich um 5 Uhr war mein prächtiges handgemachtes Horn fertig. Die Oberfläche war absolut makellos selbst an den unzugänglichsten Stellen. Johannes justierte den Daumenhebel und legte dann vier Mundrohre vor mir auf der Werkbank aus. Ich hatte an dem Tag schon Stunden gespielt so schien es mir, sicherlich mehr als meine üblichen zehn Minuten, und ich wusste wirklich nicht was ich davon erwarten sollte. Test-Zeit für mich und die Rohre. Die Nummer 1 war frei im oberen Bereich, aber eng auf der anderen Seite. Nummer 2 war gerade umgekehrt. Die Nummer 3 war glänzend oben und unten, aber für mich nicht in der Mitte. Aber Nummer 4 war so richtig gut durch meinen ganzen Spielbereich; ich konnte es gar nicht glauben, so leicht war es.

Würde ich das wieder machen? Sicher, und ich werde es auch Anderen empfehlen, aber eines ist wichtig, die Auswahl des Mundrohrs. Nur als Beispiel, ich hatte ein ****** Horn vor einiger Zeit, ich hasste es geradezu. Heute weiss ich dass ein anderes Mundrohr auch dieses Instrument transformiert hätte. Vielleicht können andere Hersteller hier noch etwas lernen von Herrn Finke.

Wenn ein Mann mit grauen Haaren und Bart Sie fragt ob Sie sein neues glänzendes Horn sehen wollen, geraten Sie nicht gleich ausser Fassung; sehen Sie was Sie kaufen können mit Ihren hart verdienten Euros, Dollars oder Pfund.

A(+) Must Try Harder.


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